Gerecht. Vernünftig. Unabhängig.

Wir arbeiten für Südtirol und seine Menschen. Wir bekennen uns zu unserem Heimatland Südtirol zu seinen drei Volksgruppen, seiner Kultur- und Naturlandschaft, den Minderheitenschutz und den Ausbau der Selbstverwaltung zur Unabhängigkeit.

Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und die Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft sind das Fundament unserer Politik. Gerechtigkeit, Eigenverantwortung, Heimat, Fleiß, Fürsorge und Regionalität zählen zu unseren Prinzipien.

Wir sind Teil der gemeinsamen Heimat Tirol (Bundesland Tirol, Provinz Bozen-Südtirol, Provinz Trient und die Tiroler Gemeinden der Provinz Belluno) bekennen uns zur Schutzmacht Österreich sowie zu einem Europa der freien Völker, Regionen und Vaterländer.

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Abgeordnete

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Gemeinderäte

Die Südtiroler Freiheitlichen – wie alles anfing

Mit der Gründung der Freiheitlichen am 7. Dezember 1992 wurde in Südtirol die Parteienlandschaft nicht nur erweitert, sondern regelrecht aufgefrischt. 1992 war insgesamt eine nachhaltige Zäsur in der Südtirolpolitik. Am 30. Mai stimmte die Landesversammlung der Südtiroler Volkspartei dem Paketabschluss zu, am 11. Juni erkannte Österreich die Erfüllung des Südtirol-Paketes durch Italien an und am 19. Juni legten Österreich und Italien den Streit vor der UNO in New York bei.

Die Beweggründe dafür, dass es zur Gründung der Freiheitlichen kam, liegen in der Art und Weise, wie der Paketabschluss durchgedrückt wurde. Es war die vormalige Führungsriege der Jungen Generation (JG) in der SVP unter Christian Waldner und Peter Paul Rainer, welche die Weichen für eine neue Partei stellten. Unterstützt wurden die Vorarbeiten auch von einer Gruppe (Die Durchsichtigen) vor allem junger Personen, die bisher hauptsächlich Mitglieder der SVP oder parteilos waren.

In den Jahren vor dem Paketabschluss fand innerhalb der SVP eine heftige Diskussion darüber statt, was nach dem Paketabschluss zu geschehen habe. Diese Debatte ließ auch wieder den Ruf nach Selbstbestimmung laut werden. Im Jahr 1991 erfolgte der Abgang von Silvius Magnago als SVP-Obmann und dessen Nachfolge war auch von einem Richtungsstreit geprägt. Roland Riz und Ferdinand Willeit bewarben sich um die Obmannschaft, wobei Willeit mit seinem berühmt-berüchtigten Brief an die Parteileitung „Jetzt oder nie“ großes Echo fand. Dem öffentlichen Druck hielt er jedoch nicht stand und so war der Weg frei für den Abschluss des Paketes von 1969. Zu erwähnen ist auch die landesweite Aufklärungsaktion von Alt-Landeshauptmannstellvertreter Alfons Benedikter, der zusammen mit Luis Zingerle und weiteren Funktionären der SVP vor dem Paketabschluss in der vorgelegten Fassung warnte. Die Aktion stand unter dem Motto: Paketabschluss, so nicht! Beanstandet wurde vor allem die so genannte Ausrichtungs- und Koordinierungsbefugnis (AKB) des Staates und die mangelnde internationale Absicherung.

Der Südtirol Schützenbund unter Landeskommandant Pius Leitner hielt eine viel beachtete Kundgebung im Kursaal von Meran ab, anlässlich welcher der bekannte Völkerrechtler und Südtirolfreund Felix Ermacora das Recht der Südtiroler auf Selbstbestimmung hervorhob.

Da von der Parteispitze alle Bedenken und Einwände weggewischt wurden, kehrten mehrere Funktionäre der Partei den Rücken. So trat der damalige Landeskommandant der Schützen, Pius Leitner, am Tag nach dem Paketabschluss aus der SVP aus. Er war zu diesem Zeitpunkt Mitglied des Parteiausschusses, des zweithöchsten Gremiums der SVP.

In dieser Zeit wurde auch viel über die Europaregion Tirol diskutiert. Wodurch sollte sich die Idee der Europaregion auszeichnen und wie sollte diese umgesetzt werden? Damit befasste sich die ad hoc gegründete „Initiativgruppe Brenner“ unter der Federführung der JG, unterstützt von mehreren heimatbewussten Vereinigungen. Am 15. September 1991 lud das Initiativkomitee „Junges Tirol“ zu einer Großkundgebung auf dem Brenner unter dem Motto: „Nachdenken über Tirol“. Über 8.000 Personen folgten dem Aufruf, obwohl der neue SVP-Obmann Riz und die Parteiführung die Veranstaltung boykottierten. Lediglich die Landeshauptleute Luis Durnwalder und Alois Partl erschienen zur Veranstaltung, wobei Durnwalder mit einem schrillen Pfeifkonzert bedacht wurde. Der Bruch zwischen Parteiführung und Parteijugend war nicht mehr zu kitten und so ergab sich die Frage nach einer möglichen Alternative, für die eigene Überzeugung im Sinne des gemeinsamen Tirol weiterzukämpfen. Die Beantwortung dieser Frage mündete in die Gründung der Freiheitlichen am 7. Dezember 1992. Vorausgegangen waren Gespräche mit der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ), welche inhaltliche und organisatorische Hilfestellung leistete. In Anwesenheit des FPÖ-Obmanns Jörg Haider und einer Reihe seiner Mitstreiter fand am Reichriegler Hof die offizielle Gründung statt.

  • Erster Obmann bzw. Gründungsobmann war Christian Waldner (1992 – 1994)
  • Pius Leitner führte die Partei von 1994 bis 2012
  • Ulli Mair war Parteiobfrau von 2012 bis 2014
  • Walter Blaas war Parteiobmann von 2014 bis 2017
  • Seit 2017 ist Andreas Leiter Reber Landesparteiobmann der Freiheitlichen

Zeitleiste – Eckpunkte unserer Geschichte

7. Dezember 1992

1992 wurde in Bozen aus den Reihen der einstigen Führungsgruppe der Jugendorganisation der Südtiroler Volkspartei (SVP) unsere Partei mit dem offiziellen Beinamen „liberal-demokratisches Bündnis“ gegründet.

Landtagswahlen 1993

Knapp ein Jahr nach unserer Gründung schafften wir bei der Landtagswahl 1993 mit über 18.669 und damit über sechs Prozent der Wählerstimmen mit Pius Leitner und Christian Waldner auf Anhieb den Einzug in den Südtiroler Landtag und wurden viertstärkste Partei.

Landtagswahlen 1998

Infolge der Ermordung Christian Waldners und der dadurch entstandenen innerparteilichen Turbulenzen musste unsere Partei bei den Landtagswahlen 1998 einen herben Rückschlag hinnehmen. Mit 2,5 Prozent der Wählerstimmen konnte von den zwei Landtagsmandaten lediglich eines verteidigt werden.

Landtagswahlen 2003

15.121 Wählerstimmen bedeuteten eine Verdopplung des Ergebnisses von 1998. Mit einem Anteil von 5 Prozent übersprangen wir die Sperrklausel. Pius Leitner und Ulli Mair sicherten sich jeweils einen Sitz im Südtiroler Landtag.

Gemeinderatswahlen 2005

Bei den Gemeinderatswahlen 2005 wurde die Verankerung unserer Partei auf kommunaler Ebene ausgebaut. Mit eigenen und freien Bürgerlisten konnten wir über 21 Gemeinderatsmandate erreichen.

Parlamentswahlen 2006

Unsere Partei konnte bei den Parlamentswahlen 2006 in der Abgeordnetenkammer 16.638 Wählerstimmen auf sich vereinen, was einem Ergebnis von 5,35 % entspricht. Im Senat erhielten wir im Wahlkreis Bozen-Unterland 2,7 % der Stimmen, 6,2 % im Wahlkreis Meran-Vinschgau und 9,2 % im Wahlkreis Brixen-Pustertal.

Parlamentswahlen 2008

Bei den Parlamentswahlen 2008 erreichten wir ein Ergebnis von 28.224 Stimmen, was einem Anteil von 9,4 Prozent entspricht. Im Senat erhöhten die Freiheitlichen im Wahlkreis Bozen-Unterland immerhin ihren Anteil auf 3,7 % der Stimmen. Im Wahlkreis Meran-Vinschgau erreichten wir 11, im Wahlkreis Brixen-Pustertal 13,2 Prozent.

Landtagswahlen 2008

Mit einem hervorragenden Wahlergebnis von 14,3 % konnten wir bei den Landtagswahlen am 26. Oktober 2008 einen politischen Durchbruch erzielen, der uns fünf Landtagsmandate einbrachte. Pius Leitner, Ulli Mair, Sigmar Stocker, Roland Tinkhauser und Thomas Egger zogen in den Landtag ein.

Gemeinderatswahlen 2010

Bei den Gemeindewahlen 2010 erreichte unsere Partei mit insgesamt 131 Ratsmandaten ihr bisher stärkstes Ergebnis auf kommunaler Ebene.

Landtagswahlen 2013

Bei den Landtagswahlen 2013 bestätigen wir das gute Ergebnis vom 2008 und erlangten dank einem deutlichen Plus von 3,6 Prozentpunkten insgesamt 17,9 % der Wählerstimmen und ein zusätzliches, sechstes Mandat. Neben Ulli Mair sitzt mit Tamara Oberhofer erstmals eine zweite Frau in der Freiheitlichen Fraktion.

Parlamentswahlen 2013

Bei den Parlamentswahlen vom Februar 2013 erzielten wir im regionalen Wahlkreis für die Abgeordnetenkammer mit 15,9 Prozent unser bisher bestes Wahlergebnis. In einigen Gemeinden wurde die Marke von 20 Prozent übersprungen. Unsere Senatskandidaten erreichten im Wahlkreis Bozen 8,0 Prozent (Christian Trafoier), im Wahlkreis Brixen 21,1 Prozent (Peter Pichler) und im Wahlkreis Meran 17,6 Prozent (Sigmar Stocker).

Europawahl 2014

Im Frühjahr 2014 traten wir erstmalig zu Europawahlen an. Mit einer Listenverbindung gemeinsam mit der Lega Nord erzielten wir mit unserem Spitzenkandidaten Pius Leitner ein Ergebnis von 6.223 Vorzugsstimmen und damit 6 Prozent.

Gemeinderatswahlen 2015

Bei den Gemeindewahlen 2015 konnte unsere Partei insgesamt 54 Ratsmandate, verteilt auf alle Landesteile, erringen.

Landtagswahlen 2018

Bei den Landtagswahlen 2018 erreichten wir ein Ergebnis von 6,2 Prozentpunkten. Damit sind wir für die laufende Legislaturperiode 2018-2023 mit 2 Mandaten im Südtiroler Landtag vertreten.

Gemeinderatswahlen 2020

Bei den Gemeinderatswahlen im September 2020 erreichte unsere Partei insgesamt 18 Ratsmandate, verteilt auf die Gemeinden Meran, Brixen, Lana, Kaltern, Partschins, Gais, Mühlbach, Marling, Burgstall und Mölten.

Parlamentswahlen 2023

25 Jahre Freiheitliche – Der Film