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Wolfabschüsse: Wie lange will Kompatscher noch warten?

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Wolfabschüsse: Wie lange will Kompatscher noch warten?

Nach Bartlmä für viele Almtiere zu spät – bei Vergrämung noch viele Fragen offen

Während im Trentino, in Tirol, Salzburg und der Schweiz Wölfe entnommen und Entnahmen angeordnet werden, scheint sich Südtirol zu einem der letzten Schongebiete für Wölfe zu entwickeln, ärgert sich der freiheitliche Fraktionssprecher Andreas Leiter Reber. „Trotz täglich neuer Risse an Nutztieren und wöchentlicher Wolfs-Massaker auf den Almen verweigert Kompatscher noch immer Abschussermächtigungen, um gegen die Beutegreifer auf unseren Almen aktiv zu werden. Es müssen endlich mehrere Abschüsse genehmigt werden“, fordert Leiter Reber.

Der jüngste Verweis von Landesrat Schuler, den 26. August und somit den Ablauf jener 60 Tage abwarten zu wollen, innerhalb welchem das Gesetz von Rom angefochten werden kann, zeige für Leiter Reber, dass die Landesregierung dieses Wolfsgesetz ohnehin um Jahre verspätet auf den Weg gebracht habe. „Wenn der Landeshauptmann erst nach Bartlmä Abschüsse freigeben will, dann ist das für viele Bauern und ihr Vieh zu spät, den bekanntlich geht der Südtiroler Almsommer da schon wieder seinem Ende zu!“, bemängelt Leiter Reber.

Der Landtagsabgeordnete erinnert daran, dass das aktuelle Gesetz bereits jetzt zum Zwecke der Wolfs-Vergrämung alle Jäger, Jagdaufseher und Angehörige des Landesforstkorps ermächtigt Warnschüsse mit der Langwaffe abzugeben. „Das heißt, über 6.000 Leute dürfen in unserem Land Schreck- und Warnschüsse abgeben, aber meines Wissens gibt es noch nicht mal offizielle Informationen oder nähere Anweisungen an die Jägerschaft. Das ist einerseits äußerst verantwortungslos, zeigt aber auch wie halbbacken die Landesregierung die Wolfsproblematik angeht. Wir brauchen endlich zügige Entnahmen und eine gut koordinierte und effiziente Entnahme- und Vergrämungsstrategie, statt wahltaktischer Versprechen“, schließt Leiter Reber.

Andreas Leiter Reber, Großraubwild, Landwirtschaft, Tierschutz
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