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Mair: „Kunsteisbahn in Cortina vor dem Aus?“

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Mair: „Kunsteisbahn in Cortina vor dem Aus?“

Zaia bringt Bewegung in die Diskussion

„Wer hätte das gedacht? Der Präsident der Region Venetien, Luca Zaia, fordert, dass anlässlich der Olympiade 2026 die Wettkämpfe für Rodeln, Bob und Skeleton in Igls statt in Cortina ausgetragen werden. Eine solche Forderung hätte man sich eigentlich von Landeshauptmann Kompatscher erwarten dürfen“, schreibt die freiheitliche Landtagsabgeordnete Ulli Mair in einer Aussendung.

Zaia führe vor allem wirtschaftliche Gründe ins Feld, seien die Kostenschätzungen inzwischen ja von 61 auf 85 Millionen Euro gestiegen. Er denke wohl auch an die Folgekosten, die nicht unerheblich seien, so Mair.

„Wir Freiheitlichen haben uns für den Standort Igls bereits im fernen Jahr 1996 ausgesprochen, als es um den Bau einer Kunsteisbahn in Meransen ging. Die Argumente sind dieselben geblieben, es geht um hohe Kosten, hohe Folgekosten und um Umweltverträglichkeit. Zudem könnte die Zusammenarbeit in der Europaregion Tirol einen Schub erfahren; schließlich haben sich die Cortineser in einem Referendum für eine Rückkehr zu Südtirol ausgesprochen und haben im Dreierlandtag Beobachterstatus. In Zeiten von Erderwärmung und Energiekrise wäre der Bau einer neuen Anlage in Cortina nicht nur unverantwortlich, sondern geradezu ein fatales Signal“, so Mair weiter.

Mair bringt in die Diskussion ein neues Argument ein, indem sie erneut die Landesregierung auffordert, alle möglichen Schritte zu unternehmen, dass Naturbahnrodeln eine olympische Disziplin wird – als Ergänzung zum Rodeln auf Kunsteis.

„Die Naturbahnrodler hoffen seit Jahren, dass ihre Sportart als eigene Disziplin in das olympische Programm aufgenommen wird. Im Vorfeld der im Jahr 2006 in Turin stattgefundenen olympischen Spiele stand die Erfüllung dieses Wunsches konkret im Raum. Leider platzte der olympische Traum vieler junger Südtiroler wie eine Seifenblase und bis heute ist nicht klar, wann mit einer Aufnahme dieser Disziplin ins olympische Programm zu rechnen ist.
In Südtirol ist Naturbahnrodeln ein Breitensport und erfreut sich großer Beliebtheit. Die Förderung durch Vereine und passionierte Personen hat dazu geführt, dass sich Spitzenathleten entwickeln konnten, die international Jahr für Jahr herausragende Leistungen erbringen. Zudem verursachen Bau und Erhalt von Naturbahnen weniger Kosten und Umwelteingriffe, von Energiekosten gar nicht zu reden“, schließt Mair.

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