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„…den schick ich an die Front“ – unfassbare Entgleisung von Gert Lanz

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„…den schick ich an die Front“ – unfassbare Entgleisung von Gert Lanz

Der SVP-Landtagsabgeordnete Gert Lanz droht über die Plattform „Twitter“ seinen Mitbürgern damit, sie an die ukrainische Front zu schicken, sollten sie eine Lösung des Energieproblems durch eine eigene regionale Regulierungsbehörde befürworten.

F-Obmann Andreas Leiter Reber beurteilt die Wortwahl dieses Kommentars von Gert Lanz als absolut letztklassig. „Jemanden an die ukrainische Front schicken zu wollen, bedeutet jemanden dorthin schicken zu wollen, wo täglich getötet, gefoltert, vergewaltigt und gestorben wird“, so Leiter Reber.

Während Südtirol Flüchtlinge aus der Ukraine aufnehme, könne es nicht sein, dass ein Landtagsabgeordneter unsägliche Vergleiche oder deplatzierte Scherze über die ukrainische Front mache, und diese Aussage völlig unkommentiert bleibe. Die Freiheitlichen erwarten sich eine öffentliche Entschuldigung und Distanzierung zu dieser Entgleisung.

„Selbstverständlich gibt auf die Südtiroler Energiefrage nicht eine einzige Antwort und Maßnahme, mit der alle Probleme gelöst werden können. Gerade deshalb braucht es einen ergebnisoffenen Diskurs aller relevanten Akteure aus Politik und Energiewirtschaft und vor allem den Mut und den Willen, die heimische Strompolitik gemeinsam besser aufzustellen“, so der F-Obmann.

„Dass Gert Lanz stattdessen am liebsten Denkverbote aussprechen möchte, zeugt wohl davon, dass die SVP-Vertreter mit ihren Versäumnissen in Sachen Energiepolitik arg hadern und kritische Stimmen, die darauf hinweisen, am liebsten mundtot machen würden!“, so Leiter Reber.

„Der Aufbau einer regionalen Verteilungszone samt Regulierungsbehörde, mit der Südtirol endlich Handlungsspielräume in der Preisgestaltung erhalten würde, gehört zu einer langfristigen Strategie unserer Energiepolitik dazu. Dies darf und kann niemals ein später Ersatz für die jetzt und mittelfristig dringend notwendigen Unterstützungsmaßnahmen für Privathaushalte und Unternehmen sein,“ so F-Chef Leiter Reber abschließend.

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