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Leiter Reber: „Südtirol-Patriotismus kann nicht bedeuten, dass nur die SVP kandidieren darf“   

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Leiter Reber: „Südtirol-Patriotismus kann nicht bedeuten, dass nur die SVP kandidieren darf“   

Freiheitliche treffen sich zwecks Parlamentswahlen mit SVP-Obmann Achammer und reagieren auf Zeller-Sager

„Mittlerweile muss das Patriotismusverständnis und Urteilsvermögen von SVP-Vizeobmann Zeller nicht nur aus demokratiepolitischer Sicht als beunruhigend eingestuft werden, wenn er sich darüber aufregt, dass wir Freiheitliche bei Wahlen antreten wollen und sich daran stößt, dass wir dabei auch die Zusammenarbeit mit anderen Südtiroler Parteien ausloten wollen“, befindet F-Obmann Andreas Leiter Reber. Der Freiheitliche reagiert damit auf Karl Zellers jüngste Äußerungen, wonach er davor warnt, dass eine Kandidatur der deutschen Opposition einen SVP-Abgeordneten verhindern könne – Zeller hatte dies in der Neuen Südtiroler Tageszeitung als „sehr patriotisch“ bezeichnet. Indes hat SVP-Obmann Philipp Achammer die Freiheitlichen und andere Oppositionsparteien um einen Gesprächstermin gebeten.

„Ein gesunder Südtirol-Patriotismus kann niemals bedeuten, dass in unserem Land nur die SVP kandidieren darf“, befindet Andreas Leiter Reber. „Es war wohl bestimmt sehr patriotisch als Zellers SVP einen ganzen Südtiroler Wahlkreis dem zentralistischen PD zuschanzte und die Südtiroler durch Elena Boschi vertreten ließ. Wo war Boschis Einsatz für Herrn und Frau Südtiroler, wo der Kontakt zu den Menschen in ihrem Wahlkreis, wo ihre konkrete Arbeit für den Autonomieausbau? Unerreicht wird dabei wohl ihre Anfrage zu den Seehäfen in Trient bleiben“, hält Leiter Reber fest.

„Allein angesichts der bisherigen Bündnisse der Volkspartei, des Stillstands in Sachen Vollautonomie und des Versäumnisses unser Ehrenamt und Vereinswesen zu schützen, ausgerechnet uns Freiheitlichen mangelnden Südtirol-Patriotismus vorzuwerfen ist doch schizophren. Es gilt gegenüber Rom den Schutz und den Ausbau unserer Autonomie in den Vordergrund zu stellen. Wenn es der SVP plötzlich nicht mehr nur um ihren Machterhalt geht und ihre Sorge um die Zahl der deutschsprachigen Vertreter in Rom aufrichtig ist, dann würde sie bei Parlamentswahlen die Zusammenarbeit mit den deutschen Parteien suchen. Vielleicht scheint Parteiobmann Achammer hierbei weiter zu sein, als Karl Zeller, denn Achammer hat mich erst heute um einen Termin gebeten, um über das „gemeinsame und parteiübergreifende Interesse nach einer starken Autonomie-Vertretung“ sprechen zu können. Wir Freiheitliche werden weder das Gespräch mit der Volkspartei noch jenes mit anderen Südtiroler Parteien ausschlagen. Unabhängig ob und in welcher Form wir bei den Parlamentswahlen antreten, unser Einsatz gilt den Südtirolern und dem Ausbau der Eigenständigkeit und Demokratie in unserem Land“, stellt Andreas Leiter Reber klar.

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