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Ausländer haben eine Bringschuld gegenüber Südtirol

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Protestbrief bezüglich Regeln zur Integration: Ausländer haben eine Bringschuld gegenüber Südtirol!

Elternhäuser sind in die Integration endlich einzubinden

Die Freiheitlichen fordern die Landesregierung – insbesondere den Integrationslandesrat Philipp Achammer – dazu auf, keinesfalls auf die Forderung des Protestschreibens von 20 Südtiroler Vereinen einzugehen und den Beschluss vom 30. Dezember 2019 nicht zurückzunehmen. Laut den Freiheitlichen hätten Ausländer eine Bringschuld gegenüber Südtirol zu erfüllen und daher sei es völlig legitim, dass Sozialleistungen des Landes an klar definierte Integrationsleistungen der Antragsteller geknüpft werden. Des Weiteren sehen die Freiheitlichen im besagten Beschluss keine Gefahr, dass dadurch das inklusive Zusammenleben in Vielfalt gefährdet sei.

„Vielleicht sehen die verschiedenen Organisationen und Vereine des Protestschreibens vielmehr ihr Geschäftsmodell mit der unkontrollierten Zuwanderung in Gefahr, als das friedliche Zusammenleben in Südtirol. Viel zu lange schon hatten Ausländer in Südtirol ohne jegliche Bringschuld zur Integration Anspruch auf Sozialleistungen, was zu einer enormen Belastung unserer sozialen Sicherungssysteme sowie zur Entstehung von Parallelgesellschaften geführt hat. Wer vor der Realität die Augen verschließt, wird die Probleme nicht lösen können und diese Integrationspolitik des „laissez-faire“ muss schleunigst ein Ende finden. Sprachkenntnisse, aber auch Grundkenntnisse der Geschichte des Landes, der Gepflogenheiten, Bräuche usw. sind keine Zwangsmaßnahme, sondern sollten für Menschen, die in Südtirol ihren Lebensalltag verbringen und Teil unserer Gesellschaft sein wollen, eine Selbstverständlichkeit sein“, schreibt die freiheitliche Landtagsabgeordnete Ulli Mair in einer Aussendung.

„In meinen Augen kann die Landesregierung die definierten Integrationsleistungen, besonders für Einwandererfamilien, auch noch weiter ausdehnen. Durch Elternkurse beispielsweise, die wir Freiheitlichen in der Vergangenheit immer wieder in den Integrationsdebatten vorgeschlagen haben. Dass die Eltern ausländischer Kinder in den Integrationsprozess viel stärker einzubinden sind, hat uns die Praxis gezeigt. Kinder sind vielfach hin- und hergerissen zwischen dem Schulalltag und der oft ablehnenden Haltung des jeweiligen Elternhauses gegenüber unserer westlichen Lebensart und unseren Werten. Diese Haltung hat vielfach Integrationsprozesse verhindert und Parallelrealitäten gefördert. Wenn wir uns die Zahlen der Schulabbrecher in Südtirol – ohne Scheuklappen – anschauen, dann sind es in erster Linie Kinder mit Migrationshintergrund. Deren Familien haben im Laufe der Jahre verschiedenste Sozialleistungen, gerade für ihre Kinder, erhalten. Das kann doch keine Linie sein, die auch noch verteidigt wird. Jugendliche, die keinen Schulabschluss und keine Ausbildung haben, die Sprachen kaum kennen, verbauen sich sämtliche Zukunftschancen und verursachen Kosten für die Allgemeinheit. Daher erachten wir es als richtig, dass frühzeitig bei den Eltern angesetzt wird. Das Erlernen der Landessprachen ist alternativlos, damit auch Eltern am Alltag der Kinder teilnehmen, sich mit anderen Eltern austauschen und mit der Schule und den Ämtern kommunizieren können. Dadurch sollen sich die Eltern über ihre Rolle und ihre Verantwortung für die Wichtigkeit der Schulpflicht und der Ausbildung bewusst werden“, hält Mair fest.

„Die Landesregierung ist aufgefordert, mit der Umsetzung der Integrationanforderungen endlich zu beginnen und sich nicht dem Verdacht auszusetzen, dass die ganze Geschichte lediglich Wahlkampfgeplänkel ist. Zudem soll die Umsetzung unseres gutgeheißenen Beschlussantrages beschleunigt werden, wonach ein Gutscheinsystem für bestimmte Sozialleistungen eingeführt wird, um auch den Missbrauch, wie die Überweisung der Gelder ins Ausland, zu unterbinden. Dadurch wird nämlich echte Integration ermöglicht, gefördert und kann in das Integrationskonzept miteinfließen“, schließt Mair.

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