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März-Sitzung im GR-Kaltern: Maßnahmen gegen Strompreisexplosion und Sommerkinderbetreuung

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März-Sitzung im GR-Kaltern: Maßnahmen gegen Strompreisexplosion und Sommerkinderbetreuung

Im März fanden sich zwei Freiheitliche Interpellationen auf der Tagesordnung. Eigentlich fand sich ansonsten außer eines Berichtes der Sportbeauftragten Werner Mair über die Situation des Sportes in Kaltern nichts auf der Tagesordnung. Eine freiheitliche Sitzung sozusagen.

Auf unserer ersten Interpellation gingen wir erneut auf die gestiegenen Strompreise und eventuelle Ausstiegsszenarien ein. Dabei beschied uns die Gemeindeverwaltung, dass durch existierende Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden 245.000 kWh pro Jahr produziert werden, weitere Anlagen aber erst nach Ausarbeitung der statischen Berechnung bzw. Machbarkeitsstudien angebracht werden können, weshalb dies nicht geplant sei. Mit dem gemeindeeigenen Wasserkraftwerk konnte 2021 ein Umsatz von 43.450,09€ erzielt werden. unser Einwand, man solle statt verkaufen einspeisen und so günstigen Strom selbst nutzen, wurde zwar juridisch bestätigt, aufgrund hoher bürokratischer Hürden jedoch abgelehnt. Was die Anbringung von privaten Photovoltaikanlagen betrifft, so ist dies ausschließlich auf denkmalgeschützten Gebäuden verboten. Für alle anderen Kategorien gelten zwar zum Teil recht restriktive Vorschriften (Dekret des LH vom 08. April 2020, Nr. 13, Art. 4 Abs.1), aber es sind weder vom Land noch von der Gemeinde darüber hinaus reichende Einschränkungen vorgesehen. Zur Frage über die Anteile und Dividenden der Gemeinde Kaltern an der Alperia wurde uns mitgeteilt, dass die Gemeinde  bei Alperia nur indirekt, über die Selfin, Aktien hält, welche wiederum Miteigentümerin der Alperia ist, die wiederum über 25 Tochterfirmen verfügt. Man sieht, wie undurchsichtig der Stromdschungel nicht erst seit dem SEL-Skandal ist. Anstatt in Tochterfirmen zu investieren, wäre günstiger Strom für Südtiroler das Gebot der Stunde für „unsere“ Landesenergiegesellschaft.

In unserer zweiten Interpellation haben wir uns über die Sommerprojekte in unserem Dorf informiert, da besonders am Anfang der Einschreibungen schien, dass gar einige Kinder und Jugendlichen keinen Platz bekommen würden. Dem war auch so, allerdings ist es der Gemeindeverwaltung gemeinsam mit dem Jugendzentrum KUBA gelungen, allen Kindern einen Platz zu sichern. So können die Sommerprojekte des KUBA heuer von 690 Kindern besucht werden. Beim Sommerkindergarten sind die Anmeldungen von 56 auf 117 gestiegen, allerdings konnte dieser Ansturm durch Zusammenarbeit mit „Die Kinderfreunde Südtirols“ ebenfalls abgedeckt werden. Zusätzlich gibt es noch zahlreiche Camps und Initiativen des KSV, der Jungschar, des ELKI und weiteren Vereinen. All diesen Ehrenamtlichen Vereinen sowie den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des KUBA möchten wir an dieser Stelle aufrichtig danken, dass sie unseren Jüngsten einen unbeschwerten Sommer ermöglichen.

Die freiheitlichen Gemeinderäte
Dietmar Zwerger
Dr. Florian von Ach

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