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Grüne Gedankenspiele helfen den verkehrsgeplagten Rablandern nichts | FREIGEIST

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Grüne Gedankenspiele helfen den verkehrsgeplagten Rablandern nichts | FREIGEIST

von Sabine Zoderer, freiheitliche Vizeobfrau und Gemeinderätin in Partschins

Sehr geehrte Herr Kripp,

bezugnehmend auf Ihren Leserbrief in der letzten Ausgabe vom Zielerwind erlaube ich mir Ihnen zu antworten. Wir sind Ihre grünen Träumereien bereits aus Ihrer Zeit als Gemeinderat gewohnt: Ihre Sicht als Unternehmer auf die Lösung des Rablander Verkehrsproblems ist jedoch, vorsichtig ausgedrückt, bemerkenswert.

Verstehen Sie mich nicht falsch: Die Elektrifizierung der Vinschger Bahn finde genauso wie Sie großartig, auch eine Anbindung an die Schweiz ist mit Sicherheit ein guter Plan, ebenso bin ich für den Ausbau und die Attraktivierung des Angebots an öffentlichen Verkehrsmitteln.

Leider verkennen Sie jedoch völlig die Realität, wenn Sie sagen, das Verkehrsproblem in der Gemeinde sei alleinig mit einer Verbesserung der Bus- und Zugverbindungen zu lösen. Wer wie Sie auf der Sonnenseite, abseits der vielbefahrenen SS38 im schönen Partschins lebt, kann zwar mitreden, es fehlt aber offensichtlich der entscheidende Bezug zur Realität.

Kennen Sie das Gefühl, wenn man seine Kinder zur Schule schickt und in Sorge lebt, ihnen könnte beim Überqueren der Straße etwas zustoßen? Kennen Sie das Gefühl, wenn man nachts vom Schwerverkehr aus dem Schlaf gerissen wird? Wissen Sie wie es ist in einem Dorf zu leben, welches durch eine Straße zweigeteilt ist? Kennen Sie das Gefühl, wenn Freunde, Bekannte oder gar die Mama oder der Tata an dieser Straße ihr Leben lassen müssen, nur weil die Politik nicht im Stande ist eine Umfahrung zu bauen? Nein Herr Kripp, das alles können Sie nicht wissen, denn Sie leben nicht in Rabland, sondern offenkundig fern dieser Realitäten.

Selbst wenn ab sofort alle Gäste mit dem Zug anreisen und alle Arbeitnehmer Öffis nutzen um zur Arbeit zu kommen – die Kinder warten dann wahrscheinlich alleine vor dem Kindergarten, denn die Mama nimmt den Zug um sieben, um pünktlich um acht Uhr im Büro zu sein –, bliebe ja immerhin noch der Schwerverkehr, der bekanntlich nicht nur „Amazon“-Pakete durchs Vinschgau chauffiert, sondern auch Waren für die Versorgung und den lokalen Wirtschaftskreislauf, auf die ja auch Ihr Unternehmen angewiesen ist.

Ihre grünen Gedankenspiele über eine autofreie Welt helfen den von der Verkehrsüberlastung geplagten Rablandern nichts – sie wollen endlich reale Lösungen und eine langersehnte Entlastung durch die Umfahrung ihres Dorfes.

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