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Kölner Hütte muss sich in Natur- und Kulturlandschaft integrieren

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Kölner Hütte muss sich in Natur- und Kulturlandschaft integrieren

Der freiheitliche Bezirk „Bozen Stadt und Land“ spricht sich klar gegen die Errichtung eines Glasturmes am Rosengarten aus und fordert eine stimmige Architektur in den Bergen, die sich an die Natur- und Kulturlandschaft anpasst. 

Walter Frick, Obmann des Bezirks Bozen Stadt&Land

„Seit das Projekt der Latemar Karersee GmbH zum Bau eines Glasturmes am Rosengarten auf 2.300 Metern Meereshöhe neben der Kölner Hütte im Jahr 2019 vorlegt wurde, äußerten sich der Alpenverein, der CAI, der Dachverband für Natur und Umweltschutz sowie der Heimatpflegeverband negativ zu diesem Vorhaben. Demnach braucht der Rosengarten keine Inszenierung oder eine künstliche Landmarke, denn die Naturlandschaft bildet bereits einen kulturellen und ökologischen Eigenwert. Zudem lehnt auch die Stiftung Dolomiten UNESCO Welterbe das Glasturmprojekt an diesem sensiblen Ort ab“, hält Bezirksobmann Walter Frick in einer Aussendung einleitend fest.

„Gut zwei Jahre später wurde ein neues Projekt vorgelegt, wobei der Glasturm in eine noch exponiertere und sichtbarere Lage gerückt wurde. Darüber hinaus sollte gemäß diesem neuen Projekt die kürzlich teilsanierte Kölner Hütte in ihrer Gesamtheit abgerissen werden“, hält Frick fest. „An die Stelle der Hütte soll gemäß dem Projekt der über 20 Meter hohe Glasturm aus dem Gelände ragen und unterschiedliche Einrichtungen beherbergen. Dabei gilt es zu bedenken, welche massiven Folgen die durchzuführenden Erdbewegungen in diesem sensiblen Naturgebiet mit sich bringen könnten. Bereits im vergangenen Jahr wurde ein größerer Erdrutsch in der Nähe der Kölner Hütte registriert“, so Frick.

„Der freiheitliche Bezirk „Bozen Stadt und Land“ vertritt die Meinung, dass es sehr wohl einen gastronomischen Neubau braucht, der an die heutige Zeit angepasst wird. Dieser muss sich aber in das Weltnaturerbe und die Natur- und Kulturlandschaft integrieren und auf diese nicht störend wirken. Die Menschen in Südtirol, die Wirtschaft und der Tourismus profitieren schlussendlich von einer intakten Landschaft, anstatt von Ambitionen Disneyland zu kopieren“, hält Bezirksobmann Walter Frick abschließend fest.

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