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Britischer Weg als Vorbild für Südtirol?

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Britischer Weg als Vorbild für Südtirol?

In Großbritannien fallen am 19. Juli sämtliche Corona-Beschränkungen. Kann der britische Weg ein Vorbild für Südtirol sein? Lesen Sie hier die Aussagen unseres Obmanns L. Abg. Andreas Leiter Reber in einem Interview mit der Neuen Südtiroler Tageszeitung:

„Nach anderthalb Jahren muss generell ein Umdenken stattfinden. Einerseits hat sich mittlerweile ein Großteil der Risikogruppen impfen lassen, wodurch sich hoffentlich die schweren und behandlungsnotwendigen Krankheitsverläufe vermindern. Andererseits kann man das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben nicht auf Dauer den einschränkenden Maßnahmen unterordnen. Wir wurden im vergangenen Jahr von der Pandemie überrascht. Damals war es eine ethische und moralische Verpflichtung, das normale Leben eine überschaubare Zeit lang für den Gesundheitsschutz und das Gesundheitswesen einzuschränken. Mittlerweile ist es längst umgekehrt und der Fokus muss auf die Kranken, die Wissenschaft und Medizin gelegt werden. Ich appelliere daher an die Landesregierung, endlich den Ausbau der Intensivbetten und des Pflegepersonals vorzunehmen. Denn auch in Kombination mit der Impfung werden im kommenden Winter noch viele Menschen mit einem sehr schwachen und angeschlagenen Immunsystem medizinisch behandelt werden müssen. Es macht mich sprachlos, dass die Exekutive offenbar auch im heurigen Sommer in dieser Hinsicht nichts unternimmt und stattdessen wieder eine mögliche Einschränkung der Bewegungsfreiheit ankündigt. Wir sind gerade dabei, eine Zwei-Klassen Gesellschaft zu etablieren, in der nur noch Geimpfte als gesund und ungefährlich, sprich als normal gelten. Statt mit positiven Kampagnen zu überzeugen und die Chancen, aber auch die Grenzen der Impfungen vernünftig aufzuzeigen, setzt die Landesregierung auf versteckte Zwänge — die Widerstand und Skepsis sogar bei jenen befeuern, die Impfungen nicht prinzipiell ablehnen. Den britischen Ansatz halte ich grundsätzlich für richtig. Mehrere US-Bundesstaaten haben bereits aufgezeigt, dass der Pandemieverlauf auch ohne einschränkende Maßnahmen auffallend ähnlich ausfällt. In Südtirol ist vieles nicht mehr verhältnismäßig: Während Landeshauptmann Kompatscher rigoros an der Maskenpflicht im neuen Schuljahr festhält und Feuerwehrfeste nur mit Green Pass zulässt, hat er keinerlei Problem damit, wenn halb Bozen nach einem Sieg der Azzurri durch die Stadt tanzt und randaliert.“

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