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Kaltern: Land lässt Ansitz Buol seit 14 Jahren verfallen!

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Kalterer Freiheitliche: „Land lässt Ansitz Buol seit 14 Jahren verfallen!“

 Millionen an Steuergeldern stehen auf dem Spiel

Der Ansitz Buol-Biegeleben in Kaltern befindet sich seit 2007 im Eigentum des Landes und ist seither ungenutzt. Trotz einer kostspieligen Teilrenovierung werden weite Teile des Gebäudes seither dem Verfall preisgegeben. Wie aus Anfragen der Freiheitlichen im Kalterer Gemeinderat und im Landtag hervorging, fehlt es nach wie vor an einer Zweckbestimmung für das Gebäude. Die Freiheitlichen fordern die Landesregierung auf, den Ansitz schnellstmöglich einer konkreten Nutzung zuzuführen, um weiteren wirtschaftlichen Schaden am Steuerzahler zu verhindern.  

Freiheitlicher Gemeinderat in Kaltern, Florian von Ach

„Der Ansitz Buol-Biegeleben in Kaltern ist ein kulturhistorisch sehr wertvolles Bauensemble: Er markiert den Eingang zum Dorfzentrum, ist das Geburtshaus unserer Tiroler Volksschriftstellerin Maria von Buol und wäre ein architektonisch sehr schönes Beispiel für einen Überetscher Ansitz, wenn er in einem besseren Zustand wäre“, so der freiheitliche Gemeinderat in Kaltern, Florian von Ach, eingangs.

„Das Gebäude wurde 2007 für über drei Millionen Euro vom Land gekauft und dämmert seitdem, von Renovierungsarbeiten am Dach des Hauptgebäudes abgesehen, in einem trostlosen Zustand vor sich hin. Ursprünglich sollte das Weinmuseum dorthin verlegt werden, doch schon seit Jahren herrscht Stillstand“, so von Ach.

Freiheitlicher Gemeinderat in Kaltern, Dietmar Zwerger

„Eine kürzlich erfolgte Interpellation unserer Kalterer Gemeinderatsfraktion brachte zutage, dass das Land aus Kostengründen eine Unterbringung des Weinmuseums ablehnte, mit der Gemeinde Kaltern dann einen Ideenaustausch pflegte – von ernsthaften Planungen zur künftigen Zweckbestimmung beziehungsweise einem Nutzungskonzept kann aber nicht die Rede sein. Es wird sogar erwägt, den Ansitz weiterzuverkaufen, was einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden für den öffentlichen Haushalt und damit den Verlust von mehreren Millionen an Steuergeldern zur Folge hätte“, so der Kalterer Gemeinderat der Freiheitlichen, Dietmar Zwerger.

F-Obmann und Fraktionssprecher im Südtiroler Landtag, Andreas Leiter Reber

„Die Landesverwaltung legt hier nicht nur einen bedenklichen Umgang mit Steuergeldern, sondern auch eine Geringschätzung des historischen Erbes unserer Heimat an den Tag. Warum kauft das Land einen Ansitz an, wenn man ihn anschließend 14 Jahre lang ungenutzt stehen lässt? Wir fordern die Landesregierung auf, in Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung schleunigst eine geeignete Zweckbestimmung zu finden und das Ensemble einer konkreten Nutzung zuzuführen. Ein Verkauf des Gebäudes würde zwangsläufig unter dem ursprünglichen Kaufpreis erfolgen, was es zu verhindern gilt“, so der freiheitliche Abgeordnete Andreas Leiter Reber.

Ansitz Buol-Biegeleben in Kaltern – Schaden für den Steuerzahler?
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