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Partschinser Freiheitliche sagen den Prozessionsspinnern den Kampf an

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Partschinser Freiheitliche sagen den Prozessionsspinnern den Kampf an

So wie in vielen Gemeinden im Vinschgau sind auch Grünflächen in der Gemeinde Partschins regelmäßig vom Befall durch Prozessionsspinnern geplagt. Die freiheitlichen Gemeinderäte Sabine Zoderer und Christian Leiter wollen den giftigen Schädlingen nun mit einer möglichst schonenden und naturnahen Methode Einhalt gebieten. 

„In den vergangenen Jahren sind die Raupen des Prozessionsspinners in Partschins zu einer regelrechten Plage geworden. Viele Bäume auf den Spielplätzen aber auch Bäume an beliebten Wanderwegen waren von dem giftigen Schädling befallen. Der Fraß der Raupen schwächt die Bäume und kann zu einer nachhaltigen Schädigung führen. Darüber hinaus stellen die Prozessionsspinner eine weitere Gefahr dar: Die feinen Brennhaare der Raupe, welche ein Gift enthalten, können beim Menschen starke Hautreizungen, Allergien oder sogar Asthma hervorrufen. Bei Haustieren und insbesondere bei Hunden kann der Kontakt mit der Schnauze unter Umständen schwerste Vergiftungserscheinungen auslösen“, so die freiheitliche Gemeinderätin in Partschins, Sabine Zoderer, über die Probleme mit den Schädlingen.

„Die Eindämmung der Prozessionsspinnerplage kann mit rein biologischen Mitteln erfolgen. Ein Beispiel aus dem Münsterland in Nordrheinwestfahlen zeigt, dass Schafwolle die Raupen effizient am Befall eines Baumes hindert. Dabei wird in Kopfhöhe um den Baumstamm eine armdicke Barriere aus Schafwolle gespannt, wobei an einer Stelle der Schafwollbarriere ein Holzsteg fixiert wird, der direkt in eine Auffangfalle für die Prozessionsspinner führt. Die Raupen meiden die Schafwolle, sodass sie nur über den Holzsteg in die Falle ausweichen können. Damit wird der Befall von Bäumen und die Bildung von Gespinsten und somit das Heranwachsen einer neuen Generation von fortpflanzungsfähigen Schmetterlingen vermieden. Der flächendeckende Einsatz dieser Methode könnte die Ausbreitung dieser Tiere begrenzen“, so Christian Leiter.

„Mit einem Beschlussantrag fordern wir die Gemeindeverwaltung dazu auf, im nächsten Frühjahr sämtliche vom Prozessionsspinner befallenden Bäume auf öffentlichen Grünflächen mit einer Schafwollbarriere und einer dazugehörigen Falle für die Raupen zu versehen“, so die freiheitlichen Gemeinderäte abschließend.

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