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Südtirol für Pflegeberufe attraktiv machen!

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Südtirol für Pflegeberufe attraktiv machen!

Personal- und Ausbildungsmangel, Niedriglöhne und überlastete Mitarbeiter und Strukturen: Die derzeitige Coronakrise vergegenwärtigt nur die Spitze des Eisbergs des Pflegenotstands, der sich seit Jahren anstaut. Die Freiheitlichen fordern bei der dieswöchigen Landtagssitzung die Erarbeitung eines ganzheitlichen und mehrjährigen Konzepts, um Südtirol zu einem attraktiven Standort für Pflegeberufe im öffentlichen und privaten Bereich auszubauen. „Jetzt nur an einzelnen Stellschrauben im Bereich der Pflege zu drehen ist eindeutig zu wenig, wenn Südtirol im europäischen Wettbewerb um Pflegepersonal mitspielen möchte und wir den Südtirolern in Zukunft eine professionelle und würdevolle Pflege garantieren wollen“, so Parteiobmann Andreas Leiter.

L. Abg. Andreas Leiter Reber

„Die derzeitige Coronapandemie macht die anhaltenden und seit Jahren angestauten Probleme im Pflegebereich ungeschminkt sichtbar. Die für die anspruchsvolle Arbeit niedrige Lohnsituation, der Personal- und Zeitmangel, eine oft schwierige Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf, die langjährige Ausbildung, schwierige Umschulungen und die vielerorts mangelnde Zweisprachigkeit: Sie alle führen in Summe bereits jetzt zu widrigen Arbeitsbedingungen, die sich negativ auf die Mitarbeiter und Patienten auswirken“, so Leiter Reber.

„Seit Jahren werden im Landtag immer wieder einzelne Vorschläge und Maßnahmen zur Aufwertung des Pflegeberufes präsentiert – einmal diskutierten wir über die Aufbesserung der Gehälter, ein anderes Mal über die Ausbildung und dann wieder über flexiblere Arbeitszeiten. Wenn wir den Pflegeberuf in Südtirol aber glaubhaft und langfristig aufwerten und auch künftig allen Pflegebedürftigen eine qualitativ hochwertige Pflege ermöglichen wollen, muss die Landesregierung endlich ein ganzheitliches Konzept auf den Weg bringen. Wir legen dem Landtag diese Woche einen entsprechenden Beschlussantrag vor, der zu Beginn der Ausarbeitung des Maßnahmenpakets die Einbindung von Vertretern der Berufsverbände und Sozialpartner, des Sanitätsbetriebes, der Ausbildungsstätten sowie anderer Akteure des Pflegebereichs vorsieht. Nur so kann eine treffsichere Problemerörterung vorgenommen und der notwendige Gestaltungsrahmen festgelegt werden“, so Leiter Reber.

„Das Corona-bedingte wirtschaftliche Tief und die dadurch fehlenden Gelder im Landeshaushalt machen eine kontrollierte Verschuldung notwendig. Diese bietet die Chance, endlich jene Mittel aufzubringen, die für die Realisierung einer umfassenden Neuausrichtung und Aufwertung des Pflegebereichs notwendig sind. Mittelfristig wird Südtirol im internationalen Wettbewerb nur durch einen attraktiven Standort für Pflegeberufe, sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor, punkten können“, so Leiter Reber abschließend.

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