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Landtag will Einführung von Babyklappen prüfen

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Lebensrettende Maßnahme

Der freiheitliche Beschlussantrag zur Einführung von Babyklappen in Südtirol wurde vom Landtag breiter Mehrheit (28 Ja Stimmen) genehmigt. Der Landtag forderte heute die Landesregierung auf, eine Analyse zu machen, in wie weit bestehende Babyklappen in Deutschland und Österreich in ihrer Funktion und Zielsetzung den Bedarf erfüllen sowie die rechtliche Situation in Italien zu prüfen.

„Seit dem Jahr 2000 wurden sowohl in Deutschland als auch in Österreich Babyklappen landesweit eingerichtet, die als zusätzliche Alternative zur Schwangerschaftskonfliktberatung angesehen werden. Mit diesen Einrichtungen soll eine anonyme Möglichkeit geschaffen werden, um das Aussetzen von Neugeborenen oder deren Tötung zu vermeiden. Im Zweifelsfall kann die Babyklappe eine lebensrettende Maßnahme sein“, hält die freiheitliche Landtagsabgeordnete Ulli Mair die Hintergründe zum Antrag in einer Aussendung einleitend fest.

„Darüber hinaus sollen im Sanitätsbetrieb und anderen öffentlichen Einrichtungen der unterschiedlichen Körperschaften Informationsmaterialien für Frauen zur Schwangerschaftskonfliktberatung und Babyklappen – sobald diese eingerichtet worden sind – ausgelegt werden“, unterstreicht der freiheitliche Landtagsabgeordnete Andreas Leiter Reber.

„Zwar gibt es eine Reihe von Diensten, die im Zusammenhang der Konfliktberatung rund um die Schwangerschaft und Geburt angeboten werden, aber eine mögliche Einführung von Babyklappen würde eine weitere, lebensrettende Option eröffnen“, halten die Freiheitlichen fest. „Die Möglichkeiten der Freigabe zur Adoption oder der zeitlich begrenzten Aufnahme des Neugeborenen im Landeskleinkinderheim „IPAI“ in Bozen könnten zudem mit der Babyklappe ergänzt werden“, so Ulli Mair abschließend.

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