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Bürgervotum respektieren – Nein zur Verlängerung der Landebahn

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Mit der Unterzeichnung des Kaufvertrags durch Landeshauptmann Kompatscher Mitte September ist die Übernahme des Flughafens durch das Unternehmertrio Gostner, Haselsteiner und Benko besiegelt. Laut der Unternehmergruppe möchte man mit einem erweiterten Angebot an Linienflügen aufwarten. Dazu sei eine Verlängerung der Start- und Landebahn notwendig. Der Freiheitliche Bezirk Bozen Stadt&Land spricht sich gegen eine Verlängerung aus. Das eindeutige Votum der Bürger vom 12. Juni 2016 sei zu respektieren.

„Das Votum der Südtiroler von 2016, bezog sich nicht ausschließlich auf die Frage der öffentlichen Finanzierung, so wie jetzt im Nachhinein oftmals verzerrt dargestellt wird. Abgestimmt wurde über ein Entwicklungskonzept der Landesregierung zum Flughafen, enthalten im Gesetzentwurf Nr. 60/15. „Bestimmungen zum Flughafen Bozen“, welches den Ausbau und die Verlängerung der Start und Landebahn vorsieht“, so Walter Frick.

„Die Bevölkerung hat sich im Zuge des Volksentscheids mit ihrem Votum also auch klar gegen eine Verlängerung der Start- und Landebahn ausgesprochen. So sah dies auch Landeshauptmann Arno Kompatscher, der am Tag nach der Abstimmung erklärte, dass die Start- und Landesbahn nicht verlängert wird. ‘Weder um die 138, die schon genehmigt waren, noch die weiteren 30 Meter, die vom Entwicklungskonzept vorgesehen waren’, so Kompatscher damals.“, so Frick.

„Eine Verlängerung Piste würde zu einem massiven Anstieg der Anzahl von Starts und Landungen in unmittelbarer Nähe von Wohngebieten führen. Neben einer massiven Lärmbelastung für die Bewohner im Bozner Talkessel, im Überetsch und Unterland bringt dies auch negative Auswirkungen auf die Landwirtschaft sowie Flora und Fauna mit sich“, so Frick.

„Der freiheitliche Bezirk „Bozen Stadt und Land“ ist grundsätzlich nicht gegen den Flugplatz, spricht sich aber gegen die Verlängerung der Start und Landebahn aus. Es gelte das eindeutige Votum der Bürger vom 12. Juni 2016 zu respektieren, um einem weiteren, tiefen Vertrauensverlust in demokratische Entscheidungen vorzubeugen“, so Frick.

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