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Claudiana muss reformiert werden!

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Bozen – Der freiheitliche Bildungssprecher Otto Mahlknecht kritisiert die derzeitige Organisation der Landesfachhochschule für Gesundheitsberufe „Claudiana“

„Der muttersprachliche Unterricht in deutscher Sprache muss auch bei der Ausbildung der Gesundheitsberufe garantiert werden. Wie Präsident Dr. Eisendle einräumt, studieren viele Südtiroler wegen der teils italienischsprachigen Ausbildung nicht an der Claudiana. Angesichts des immer größer werdenden Mangels an deutschsprachigen Krankenpflegern sollte deshalb in Zukunft eine einsprachig deutsches Studium angeboten werden, eventuell auch an Außenstellen in Meran und Bruneck. Denn schon heute verstehen immer weniger Angestellte in Südtirols Krankenhäuser Deutsch“, gibt Otto Mahlknecht zu bedenken.

„Es ist übrigens absurd und wohl ein europäisches Unikum, dass die Claudiana selber gar keine vollwertigen Zeugnisse ausstellt, sondern die Studierenden parallel an italienischen Partneruniversitäten in Rom, Verona und Ferrara inskribieren müssen, um nach Abschluss des Studiums den akademischen Titel an dieser Universität zu erlangen. Die negativen Folgen dieses seltsamen Konstruktes sind: es fließen jährlich circa 600.000 Euro Südtiroler Studiengebühren nach Italien und es gibt keinen Südtiroler Studienplan, sondern an der Claudiana muss nach landfremden, für Südtirol unpassenden Studienplänen studiert werden. Die Claudiana wurde bereits von ihren italienischen „Partnern“ erpresst, an sie Geld zu zahlen, um bestimmte Studienangebote aufrechterhalten zu können und ihr wurde mit dem Entzug gedroht. Das muss ein Ende haben!“, fordert Mahlknecht.

„Nach gewöhnlichem italienischen Hochschulrecht kann eine Schule nur dann akademische Titel im Bereich der medizinischen Hilfsberufe vergeben, wenn sie den Status einer Universität besitzt und eine medizinische Fakultät hat. Wir sollten deshalb die Claudiana pro forma zur Universität erheben und gleichzeitig für eine Ausnahmeregelung sorgen, sodass es keine medizinische Fakultät braucht. Universitärer Partner kann unsere Medizinische Universität Innsbruck sein, die für die wissenschaftliche Seriosität bürgt, das würde bestens funktionieren“, so Mahlknecht abschließend.

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