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Zweisprachigkeit ist in Südtirol eine pure Farce!

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Landesregierung handelt weder beim Sanitäts-Personal noch bei der Fremdsprachenerlernung – dafür ist man mit markigen Sprüchen recht flott

Mit Philipp Achammer ist ein Marketing-Fachmann verloren gegangen: Flotte Sprüche, nichts dahinter, das unterstreicht einmal mehr die Mehrsprachigkeits-Debatte, wo Landesrat Achammer zwar gerne ankündigt und flotte und populistische Sprüche präsentiert, die ja niemandem weh tun, jedoch faktisch herrscht der Stillstand.

Entlarvend ist die Zweisprachigkeit des Personals in der Sanität in Südtirol. Jetzt so tun, als sei die Entwicklung überraschend und man könne absolut nichts dafür, ist heuchlerisch und unprofessionell. Den gespielten Katzenjammer und die Krokodilstränen kann man sich effektiv sparen.

Dass deutschsprachige Ärzte nicht nach Südtirol zurückkommen, liegt ganz klar am Gehaltsdefizit Südtirols gegenüber dem deutschsprachigen Ausland. Wer will schon weniger verdienen, mehr Stress und dafür eine verpolitisiertes Südtiroler Sanitäts-System, wo sich die Parteien die Posten aushandeln?

In allen Ländern dieser Welt würde der Arbeitgeber Sanität, der Ärzte anstellt, welche die Landessprachen nicht beherrschen, verbindlich einen Sprachkurs auferlegen und Maßnahmen setzen. Nicht so im Wunderland der Mehrsprachigkeit. Während weltweit jeder, der einen Willen zeigt, Sprachen erlernt, besonders Ärzte und Akademiker, gibt Südtirol ein hinterwäldlerisches Bild ab. Südtirol ist das Land, in dem Ärzte die Landessprachen nicht lernen wollen, nicht lernen müssen und die Politik belämmert nach Ausreden sucht – und zwar immer dann, wenn die Entwicklung auf Kosten der deutschen und ladinischen Südtiroler geht.

Aber wehe ein Ortsschild in Hintertux ist nicht zweisprachig. Dort steht dann die öffentliche Sicherheit auf dem Spiel. Bei Ärzten offenbar nicht.

Die Vorgangsweise deckt sich 1:1 mit dem Versagen der SVP in der Sprachenkompetenz. Landesrat Achammer kündigt zwar viel an, pallavert von „Mehrsprachigkeit“ und irgendwelchen teuren Projekten, die Ergebnisse bleiben aber aus, weil diese Politik nicht fähig und willig ist, den Italienischunterricht an deutschen Schulen und den Deutschunterricht an italienischen Schulen zeitgemäß und ordentlich zu gestalten. Südtiroler Schüler haben sich ein modernes Kommunikationstraining verdient und nicht nationalistischen Unterricht über Dante, Risorgimento und italienische Politik, wo mancher Italienischlehrer lieber die studentische Revolte von 1968 neu aufleben lässt.

Unterm Strich bedeutet „Zweisprachigkeit“ in Südtirol immer, dass es zu einer Italianisierung kommt.

Landesrat Achammer bleibt dabei ebenso untätig wie Landesrätin Kasslatter-Mur oder Landesrat Saurer mit dem Unterschied, dass Achammer zumindest ein paar Floskeln für die eigene Untätigkeit erfindet. Die Köpfe wechseln, die fragwürdigen Praktiken aber nicht.

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