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Nachruf auf den Südtirolaktivist Sepp Innerhofer

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Vor wenigen Tagen starb im Alter von 91 Jahren der ehemalige Südtirolaktivist Sepp Innerhofer Gojenbauer zu Schenna. Er war das letzte noch lebende Gründungsmitglied des Befreiungsausschusses Südtirol (BAS).

In seiner Jugend Zeit, in den 30 und 40 Jahren war es für die Südtiroler der deutschen und ladinischsprachigen Volksgruppe, in Südtirol ein alltäglicher Kampf um zu bestehen! Das Leben war ein ständiges sich Behaupten gegen faschistische Arroganz, Verbote und Übergriffen. Die fremden und unerwünschten Machthaber versuchten, unsere Heimat zu italianisieren und die Südtiroler zu zwingen, etwas anderes zu sein, als sie waren. Man wollte das die deutsche und Ladinische Bevölkerung ganz einfach zu Italiener umerziehen!

In der Nacht auf den 30. Jänner 1960 sprengte Sepp Innerhofer zusammen mit Kurt Welser, Heinrich Klier, und Martl Koch das Reiterstandbild des „Duce“ vor dem Kraftwerk in Waidbruck. Nach den Anschlägen der Herz-Jesu-Nacht (Feuernacht) 1961 auf Strommasten wurde Sepp Innerhofer verhaftet und in die Carabinierikaserne Eppan gebracht wo er wie viele andere schwer gefoltert worden ist. Sepp Innerhofer saß 3 Jahre im Gefängnis und hatte nach seiner Freilassung 35 Jahre lang keine Bürgerrechte. Erst im Jahre 2000 durfte er wieder sein Wahlrecht ausüben.

Der Sepp trat stets öffentlich für das Recht auf Selbstbestimmung ein, und verteidigte ihre Aktionen. Er hielt bis kurz vor seinem Tod regelmäßig Vorträge in Schulen und in Vortragsabende, über die geschichtlichen und politischen Hintergründe rund um die Anschläge der Feuernacht und über die damalige Italienisierung Südtirols.

Mit dem Tod von Sepp Innerhofer, verliert Südtirol eine aufrichtigen ehrlichen Tiroler, der stets seines Lebens immer bemüht war den Frieden in unserem Land zu erhalten.

Walter Frick

Bezirksobmann von Bozen Stadt und Land

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