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Super-GAU beim Semmeringbasistunnel zeigt reale Gefahren beim Brennerbasistunnel auf!

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Landwirtschaft, Wasserversorgung sowie Sicherheit der Bürger stehen auf dem Spiel – Gefahren relativieren hilft niemandem

Die freiheitliche Landtagsabgeordnete Ulli Mair will sich nach dem Öffnen eines riesigen Erdkraters über der Baustelle des Semmering-Basistunnels umgehend über die Sicherheit bei der BBT-Baustelle informieren. Trotz anders lautender Versicherungen der Auftraggeber sowie der Ausführenden, dass keine geologische Gefahr bestehe und auch die Wasserversorgung nicht beeinflusst werde, öffnete sich in unmittelbarer Siedlungsnähe ein mehrere Meter großer Krater und es sind reihenweise Quellen versiegt.

„Was, wenn sich an der Unfallstelle Menschen aufgehalten hätten?“, fragt Mair und fordert umgehend Konsequenzen in Bezug auf den Brennerbasistunnel.

Es spreche für sich, dass die Auftraggeber beim Semmeringtunnel die Bevölkerung nicht gewarnt, die Risiken klein geredet hätten und genau das eingetreten sei, was besorgte Bürger immer schon befürchteten: Gravierende Eingriffe in Geologie, Sicherheit und Wasserhaushalt.

„Auch der BBT unterquert Dörfer, Wohnhäuser und Flüsse, sodass sich viele Bürger Gedanken über die Sicherheit machen müssen. Der jüngste Vorfall beim Semmeringtunnel in Österreich gibt Anlass zur Sorge. Trotz aller Beteuerungen, dass der Tunnelbau keine Auswirkungen auf die Oberfläche und den Wasserhaushalt haben würde, wird beim Semmeringbasistunnel von versiegenden Quellen berichtet und das plötzliche Öffnen des Erdkraters gibt Aufschluss über die Folgen des Eingriffs“, hält die freiheitliche Landtagsabgeordnete Ulli Mair fest.

„Für die Bürger in der Nähe des BBT muss die Sicherheit gewährleistet sein. Das Risiko einer plötzlichen, unvorhergesehenen Krateröffnung muss ausreichend bewertet werden sowie die Auswirkungen auf den Wasserhaushalt. Wie garantieren Ausführende und Auftraggeber beim Brennerbasistunnel, dass die Menschen, die direkt im Einflussgebiet leben, nicht um Hab und Gut fürchten müssen?“, fragt Ulli Mair.

„Es müssen auch rechtliche Fragen geklärt werden, wie im Schadensfalle die betroffenen Bürger entschädigt werden. Insbesondere für die Landwirtschaft im betroffenen Gebiet droht bei Versiegen der Quellen der Super-GAU. Bereits jetzt haben manche Gemeinden in Südtirol ernsthafte Probleme mit der Trinkwasserversorgung – das wird sich durch den Tunnel nicht verbessern. Aus diesem Grund ist eine Intervention im Landtag notwendig, die allfällige Fragen zur Sicherheit rund um die BBT-Baustelle klären soll und wer letzten Endes die persönliche Verantwortung trägt“, so die freiheitliche Landtagsabgeordnete abschließend.

BBT, Brenner, Transit, Ulli Mair, Umwelt
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