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Was ist los mit der „Chefsache“ Post?

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Landeshauptmann muss einen Notfallplan aktivieren

Wenn die Postzustellung zu einem reinen Glücksspiel wird und die Briefkästen leer bleiben oder die Zeitungen in der Wiese landen anstatt beim Abonnenten, wäre der Landeshauptmann am Zug die Missstände zu beheben. Die freiheitliche Landtagsabgeordnete Ulli Mair hat kein Verständnis, dass sich bei der Postmisere die Zustände nach wie vor nicht gebessert haben.  

„Nicht nur im Vinschgau, sondern in allen Landesteilen herrscht bei der Post akuter Personalmangel und viele Briefträger sind einer unverhältnismäßigen Zusatzbelastung ausgeliefert. Zu den verspäteten Postzusendungen gesellen sich immer öfter leere Briefkästen, die auf ihre Versorgung warten“, kritisiert Ulli Mair in einer Aussendung einleitend. „Die Missstände sind nicht erst seit gestern bekannt, sondern haben sich aufgrund einer falschen Politik über die Jahre hinweg verschärft und zugespitzt. Nur beim Tatendrang fehlen die Fortschritte“, so Mair.

„Die Ankündigung des Landeshauptmannes, die vereinbarten Zahlungen an die Post einzustellen, da die Bedingung der pünktlichen Zustellung nicht erfüllt wird oder die Einstellung von 25 zusätzlichen Briefträgern seitens der Post sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Es muss endlich ein Notfallplan aktiviert werden, der sowohl von der Post als auch der Landesverwaltung zu tragen ist“, unterstreicht die freiheitliche Landtagsabgeordnete.

„In derartigen Notsituationen wäre zu prüfen gewesen, ob es möglich wäre, Partner vor Ort – auch nur zeitweise – einzubinden, um die Versorgungssicherheit bei der Postzustellung zu gewährleisten. Die Einbindung von Personen mit fundierten Ortskenntnissen würde einen Teil der Probleme beheben. Darüber hinaus sollte bei den jüngst pensionierten Mitarbeitern angeklopft werden, ob sie für eine Überbrückungszeit noch zur Verfügung stehen würden“, schlägt Ulli Mair vor.

„Ziel muss der Aufbau eines stabilen Personalstandes sein und damit verbunden auch ein attraktives Berufsbild mit annehmbaren Arbeitsbedingungen. Die Zurverfügungstellung von öffentlichen Mitteln seitens des Landes, wäre nachvollziehbar, wenn bei der Post zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen würden, zumal eine Entlastung der bestehenden Personaldecke notwendig wäre“, so Mair.

„Südtirol braucht dringend rasche Maßnahmen zur Sicherstellung der Postzusendungen. Zur Normalisierung der Situation müssen außergewöhnliche Schritte in die Wege geleitet werden, denn es gilt die Versorgungssicherheit wiederherzustellen, die wirtschaftlichen Schäden zu vermeiden und auch das Berufsbild des Briefträgers nicht weiter zu schädigen“, betont die freiheitliche Landtagsabgeordnete Ulli Mair abschließend.

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Anfrage | Beschluss der Landesregierung Nr. 204 vom 02.04.2019