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Keine Italienischpflicht für Kindergärtnerinnen und Lehrerinnen

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Bozen – Der freiheitliche Bildungs- und Kultursprecher Otto Mahlknecht kritisiert die SVP für die Einführung von verpflichtenden Italienischkenntnissen für den Zugang zum Beruf Kindergärtner und Lehrer.

„Unseren Kindergärten geht das Personal aus – das war die Botschaft letztes Jahr, als sich nur fünf Absolventen des Masters der Bildungswissenschaften für den Primarbereich an der Uni Bozen für den Kindergarten entschieden haben und alle anderen für die Grundschule. Gleichzeitig werden in den nächsten 15 Jahren in den Kindergärten durch Pensionierungen 1000 bis 1500 Stellen frei. Kindergärtnerinnen sind also Mangelware. Trotzdem hat die SVP für den Berufszugang verpflichtende Italienischkenntnisse eingeführt! “, gibt Otto Mahlknecht zu bedenken.

„Jahrzehntelang gab es im Bildungsbereich nur für die Zweitsprachenlehrer die Zweisprachigkeitspflicht – aus welchem Grund ist die SVP davon abgegangen? Das schadet unserem Bildungssystem. Nicht einmal der Zugang zum Studium in Brixen ist ohne Italienischnachweis mehr erlaubt. Erst vor wenigen Tagen haben sich Eltern bei mir beschwert, deren Tochter gerne die Ausbildung zur Kindergärtnerin gemacht hätte, von der Uni Bozen aber abgewiesen wurde. Das ist skandalös: einerseits werden Kindergärtnerinnen händeringend gesucht, andererseits werden unnötige Sprachhürden aufgebaut. In den letzten Jahrzehnten haben auch viele österreichische und bundesdeutsche Frauen, die nach Südtirol gezogen sind, in den deutschen Kindergärten und Schulen Arbeit gefunden – auch diese wertvolle Personalressource kann so nicht mehr genutzt werden.  Weder die Zweisprachigkeitspflicht für Schulen und Kindergärten, noch die Italienischpflicht für das Studium in Brixen wurden jemals öffentlich diskutiert, sondern von der SVP zum Schaden des Landes klammheimlich eingeführt. Wir verlangen eine Rückkehr zum traditionellen System: keine Italienischpflicht für Kindergärtnerinnen und Lehrerinnen!“, fordert Otto Mahlknecht.

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