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Perkmann: „Großteil der Förderrückstände abgearbeitet?“

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„Die große Frage lautet: Wie wurden die Förderrückstände abgebaut? Der Großteil der Förderrückstände wurde mit Beitragskürzungen in allen möglichen Bereichen abgearbeitet. Die einzige Ausnahme bildet hier die Maschinenförderung. Im Bereich Wohnhausförderungen sowie im Bereich Beregnungsbau wurde stark gekürzt. Auch die Beitragssätze an die Bodenverbesserungskonsortien wurden gekürzt. Es wurde eine Zweiklassengesellschaft zwischen Bonifizierungskonsortien und den Bodenverbesserungskonsortien geschaffen“, so der freiheitliche Bezirksobmann des Vinschgaus, Werner Perkmann, in einer Aussendung einleitend.

„Alle reden von der Sicherheit und den vielen Unfällen in der Berglandwirtschaft, aber die Förderungen entsprechen nicht dem Nötigsten, um einen Ausgleich für die erschwerten und kostenaufwendigen Baubedingungen herzustellen. Für den Bau oder für die Verbreiterung von Wiesenwegen im steilen oder im felsigen Gelände auf eine sichere Mindestbreite von 2,50 m Fahrbreite bzw. 2,80 m Kronenbreite gibt es nur dieselben Minimalförderungen wie bei den Wiesen mit leichter Hangneigung. Eine gezielte Förderung für erschwerte Bedingungen sieht anders aus“, so Perkmann.

„Die Förderungen für Planierungen wurden gänzlich aus dem Förderprogramm gestrichen. Für die Berglandwirtschaft ein harter Schlag, denn diese wäre eine der wichtigsten Förderungen überhaupt. Zum Ersten wäre es eine enorme Arbeitserleichterung im steilen Berggebiet und zum Zweiten wäre das auch ein Kostenausgleich für die extrem hohen Mehrausgaben. Im extremen Berggebiet kostet das Planieren eines Hektars Wiese gut 30.000 Euro, wobei man bei leichter Hangneigung mit Kosten von 8.000 Euro bis 10.000 Euro rechnen muss“, gibt Perkmann zu bedenken.

„Auch bei den Infrastrukturförderungen für das Berggebiet gab es vonseiten des Landes Beitragskürzungen. Unter Landeshauptmann Durnwalder gab es noch eine Förderung in der Höhe von 80 Prozent für die Einzelhofzufahrt und nun unter Landesrat Schuler und Landeshauptmann Kompatscher nur noch 50 Prozent. Die letzten Bergbauern, denen diese Zufahrt noch fehlt kommen heutzutage richtig zum Handkuss. Auch bei den Alm- und Forstwegen wurde der Beitragssatz von 80 Prozent auf 50 Prozent reduziert. Es ist davon auszugehen, dass viele Ansuchen ausbleiben“, hält der freiheitliche Bezirksobmann fest.

„Man muss sich aber die gesamte Situation im ländlichen Gebiet anschauen. Fünf Millionen Euro für 3.200 km ländliches Wegenetz sind schlichtweg viel zu wenig, wenn man bedenkt, dass für die 30 km lange MeBo jährlich vier Millionen Euro für außerordentliche Instandhaltung ausgegeben werden“, erörtert Werner Perkmann.

„600 km ländliches Wegenetz sind überhaupt noch nicht asphaltiert worden und Schülertransporte erfolgen auf nichtkollaudierten Straßen, weil schlichtweg die Leitplanken fehlen. Dies sagt alles aus über den Förderungswillen im Berggebiet“, kritisiert Werner Perkmann abschließend.

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