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Wirtschaft zieht an, Löhne bleiben gleich!

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Die Wirtschaft verzeichnet seit Jahren in Südtirol einen kontinuierlichen Anstieg. Laut „WIFO“, dem Institut für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen, stuften im vergangenen Jahr 91 Prozent der Unternehmen ihre Ertragslage als zufriedenstellend ein; diese soll im Jahr 2018 weiter wachsen. Das Geschäftsklima in Südtirol bleibt auf sehr hohem Niveau und fast alle Unternehmen sind für das laufende Jahr optimistisch eingestellt. Auch die internationale Konjunkturlage bleibt weiterhin positiv. Das Südtiroler Bruttoinlandsprodukt wird heuer mit großer Wahrscheinlichkeit auf 2,1 Prozent anwachsen.

Obwohl die Wirtschaft seit fünf Jahren Erfolge vermeldet, ist die Situation der Arbeitnehmer im Lande alles andere als positiv. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer. Die Gehälter verlieren zunehmend an Kaufkraft. Die Kosten für Mieten sowie Wohnungspreise sind mittlerweile in Südtirol so hoch angestiegen, dass sich viele junge Arbeitnehmer auf dem Wohnungsmarkt sehr schwer tun, ein Eigenheim zu erwerben. Dies bedeutet, dass immer mehr Menschen in Südtirol auf Sozialbeiträge angewiesen sind. Deshalb ist es unumgänglich, für niedrige Einkommensstufen gezielt Landeszusatzverträge abzuschließen und somit Gehälter und Löhne den wahren Lebenshaltungskosten anzupassen. Dies wäre ein geeignetes Mittel, dem Schwund der Kaufkraft entgegenzuwirken und das Einkommen in der Privatwirtschaft als auch für den öffentlichen Dienst zu stärken.

Denn eins vergisst die Wirtschaft gerne: „ Ein Betrieb ist nur so gut wie seine Mitarbeiter“. Dies sollten sich viele Betriebe vor Augen halten und dafür sorgen, dass der in Südtirol erwirtschaftete Gewinn auch der Arbeiterschaft zugutekommt.

Walter Frick

Bezirksobmann von Bozen Stadt und Land

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